Das letzte Jahrzehnt
und die Lage der Deutschen Schule heute

Die Geschichte unserer Deutschen Schule seit ihrer Wiedereröffnung im Jahre 1953 ist zugleich Teil ihrer Gegenwart. Ein Überblick über die seit dem neunzigjährigen Jubiläum verflossenen zehn Jahre erfordert daher eine Rückbesinnung auf die Grundkonzeption, nach der sie bei ihrem Neubeginn angelegt worden ist.

Entsprechend der Entwicklung des Gastlandes und in Anlehnung an ihre eigene Tradition wurde sie ein mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium. Deutsch nicht nur als Fremdsprache, sondern als Unterrichtssprache in den meisten Fächern behielt seine zentrale Bedeutung. Das Fach Türkisch und die türkischen Kulturfächer hatten für türkische Schüler gemäß den Erlassen des Erziehungsministeriums in Ankara den gleichen Raum einzunehmen wie an allen ausländischen Schulen in der Türkei, d. h. je nach Klassenstufe 16,7 bis 28,5 Prozent des Gesamtunterrichts (Oberprima: 22,9 Prozent). Für nichttürkische Schüler wurden Türkischkurse eingerichtet, die zum Klassenunterricht in den türkischen Fächern hinführen sollten. Englisch erhielt unter den Fremdsprachen einen bevorzugten Platz, der seiner vermehrten Weltgeltung entsprach. Daß die musische Bildung und die körperliche Ertüchtigung nicht fehlen durften, verstand sich von selbst. Religion war gemäß der laizistisch orientierten Schulreform Atatürks Wahlfach. Strukturelle Veränderungen innerhalb der Bevölkerung Istanbuls, vor allem jedoch der wachsende Drang nach einem Schulabschluß, der den Eintritt in eine Hochschule ermöglicht, ließen es geraten erscheinen, von der Wiedereinrichtung einer Handelsabteilung, wie sie bis zum Jahre 1944 bestanden hatte, abzusehen.

Es ist das bleibende Verdienst von Oberstudiendirektor Dr. Karl Steuerwald, der die Deutsche Schule von ihrer Wiedereröffnung im Jahre 1953 bis zum Jahre 1956 leitete, für diese Konzeption im Benehmen mit türkischen und deutschen Behörden geeignete Ordnungen, nämlich eine Schulordnung und eine Reifeprüfungsordnung, geschaffen zu haben, die sich als feste Grundlage, in ihren Kernstücken bis in die heutige Zeit hinein, bewährt haben. Die Schulordnung wurde im Jahre 1955, die Reifeprüfungsordnung im Jahre 1956 vom Erziehungsministerium in Ankara für verbindlich erklärt.

Wer je vor den Schwierigkeiten eines Neuanfangs gestanden hat, vermag in etwa die Vielfalt schulorganisatorischer und praktischer Probleme zu ermessen, die Oberstudiendirektor Dr. Karl Steuerwald zu bewältigen hatte. Zwei erfahrene Schulmänner standen ihm dabei beratend und helfend zur Seite: Besim Gürmen, der das Amt des türkischen Subdirektors schon in den dreißiger Jahren bis 1944 innehatte, und Oberstudienrat Dr. Fritz Stern. Die Schule, zunächst notgedrungen auf einige Klassenstufen beschränkt, wuchs erstaunlich schnell, schneller wohl, als anfangs zu vermuten war. Maßgeblich dafür war die unverändert gebliebene freundschaftliche Gesinnung der türkischen Bevölkerung und ihr auf diese Freundschaft gegründetes Vertrauen darin, daß es der Deutschen Schule gelingen würde, deutsche Vorstellungen und türkische Erwartungen harmonisch miteinander zu vereinigen, wie sie es unter anderen Voraussetzungen in den zwanziger und dreißiger Jahren unter der tatkräftigen Leitung von Rektor Preußer und Direktor Ludwig Scheuermann schon einmal vermocht hatte.

Oberstudiendirektor Dr. Robert H. Tenbrock, der 1956 das Amt des Schulleiters übernahm, oblag es, den an die Schule in mehrfacher Hinsicht gestellten, neuen Ansprüchen gerecht zu werden. Seine Leistung in den beiden ersten Jahren seiner Tätigkeit hat Prof. Dr. Gerhard Fricke in der voranstehenden Darstellung „Neunzig Jahre Deusche Schule" gebührend gewürdigt.

Oberstudiendirektor Dr. Tenbrocks Absichten gingen jedoch weiter — und damit setzt nun das letzte Jahrzehnt in der bisherigen Geschichte der Deutschen Schule ein. Er plante einen großzügigen Umbau und Ausbau des Schulgebäudes und erreichte es, daß der Bund die notwendigen Mittel in Aussicht stellte. Er gab der musischen Erziehung ein größeres Gewicht, als sie es bis dahin hatte, bemühte sich um eine stärkere Koordination des Unterrichts in den anschwellenden Parallelklassen, strebte die Schaffung eines aufbauenden Unterrichtswerkes für den Deutschunterricht an und versuchte, unterrichtliche Verbesserungen für die nur vorübergehend in der Türkei weilenden deutschen Schüler, zumal der Volksschulabteilung, zu erwirken.

Es ist nicht ohne menschliche Tragik, daß ein Mann seiner organisatorischen Fähigkeiten vorzeitig in den Heimatdienst zurückkehrte. Bei seinem Weggang war die Schülerzahl auf 941, die Anzahl der Klassen auf 38 und das Kollegium auf insgesamt 65 Lehrkräfte (42 deutsche, davon 39 von der Bundesrepublik entsandte, und 23 türkische *) angewachsen.

  • ) Die türkischen Lehrkräfte sind mit unterschiedlicher Wochenstundenzahl eingesetzt.

Der Umbau und Ausbau der Schule unterblieb. Es war abzusehen, daß der steile Aufstieg der Schule in Bälde einschränkende Maßnahmen erfordern würde, wollte sie die innere Festigkeit und Geschlossenheit erlangen, ohne die eine Schule nicht auskommen kann. Zunächst jedoch mußte versucht werden, divergierende Tendenzen, die Kollegium, Schulvorstand und Behörden zu entzweien drohten, aufzuhalten und vermittelnd auszugleichen.

Diese Aufgabe fiel Oberstudiendirektor Dr. Herbert Rothfritz zu, der im September 1960 die Leitung der Schule übernahm. In dem kurzen Zeitraum von nur eineinviertel Jahren - mit einer längeren Beurlaubung wollte sich das Kultusministerium seines Landes nicht einverstanden erklären - gelang es ihm, die entstandenen Gegensätze dank seiner menschlichen Güte abzutragen. Dabei kam ihm zustatten, daß er schon von 1935 bis 1944 an der Deutschen Schule Istanbul gewirkt hatte und seit 1952 eine innerdeutsche Schule, das Kepler-Gymnasium in Pforzheim, leitete.

In der Zeit seiner hiesigen Tätigkeit erwirkte er die Zustimmung des Auswärtigen Amtes zur Ausgliederung der Volksschulabteilung (Klasse l bis 5, in drei Gruppen zusammengefaßt) aus dem Verband der Deutschen Schule. Diese unumgänglich gewordene Maßnahme erwies sich sogleich und mehr noch in der Folgezeit als eine für alle Beteiligten segensreiche Lösung eines wahrhaft gordischen Knotens. Ein besonderes Anliegen ivar ihm die Herstellung enger Kontakte mit der Vereinigung ehemaliger Schüler, von denen viele seine eigenen Schüler gewesen waren. Als erster regte er bei den deutschen Behörden einen Neubau der völlig veralteten und viel zu klein gewordenen Turnhalle (Baujahr 1896) an.

In seine Zeit fiel die Drucklegung von zwei schuleigenen Lehrbüchern der deutschen Sprache (G. Mahler, Fr. R. Schmitt, Wir lernen Deutsch, Teil l, und H. Eicke-G. Hofmann, Deutsch als Fremdsprache), die aus jahrelanger Unterrichtserfahrung an der Schule erwachsen waren. Bei dem Deutschen Akademischen Austauschdienst bemühte er sich, wie sich später zeigte, erfolgreich um die Gewährung von Studienstipendien für die besten türkischen Abiturienten der Schule.

Die Schülerzahl wuchs inzwischen trotz Ausgliederung der Volksschulabteilung weiter an, die Anzahl der Parallelklassen mußte zwangsläufig nun auch in den beiden Primen vermehrt werden. Es fehlte an Nebenräumen. Die Schule drohte in ihren Nähten zu platzen. Die Lösung dieser dringlichen Frage war mein erstes Anliegen, als mich der Schulvorstand im November 1961 zum Nachfolger von Oberstudiendirektor Dr. Rothfritz wählte. Daß ich unter ihm und unter seinem Vorgänger das Amt des Stellvertreters innegehabt hatte, erleichterte manches.

Es wurde geplant, die Anlage der Schule, die in manchen Klassenstufen zu einer Aufschwellung bis zu sechs Parallelklassen geführt hatte, zu ändern, d. h. ab Schuljahr 1962/63 die Zahl der parallelen Vorbereitungsklassen von vier auf drei zu verringern und in den nächsthöheren Klassenstufen von Jahr zu Jahr Parallelklassen einzusparen. Hand in Hand damit sollte die Auslese der Schüler bei der Versetzung zur Hebung der Gesamtleistung nach strengeren Grundsätzen durchgeführt werden als bisher. Maßgebend für den Plan war der Grundgedanke, daß eine Mammutinstitution auch bei bestem Bemühen von Leitung und Kollegium den unabdingbaren Anspruch einer deutschen Auslandsschule auf Qualität nicht erfüllen könnte, wie es eine überschaubare, das Verhältnis von Lehrer zu Schüler enger gestaltende Schule von normaler Größenordnung vermag.

Als Resultat dieser vom Schulvorstand und den Behörden gebilligten Maßnahmen ergab sich bis heute:

Die Anzahl der Klassen wurde von 37 im Schuljahr 1961/62 auf 30 im Schuljahr 1967/68 zurückgeführt. Die Anzahl der Schüler verringerte sich von 1057 auf 835 im Schuljahr 1966/67. (Sie stieg aus anderen Gründen -Zunahme deutscher Schüler und der Kinder türkischer Rückwanderer aus der Bundesrepublik - im Schuljahr 1967/68 wieder auf 863 an). Während das Kollegium im Schuljahr 1961/62 insgesamt 71 Lehrkräfte umfaßte (46 deutsche, davon 43 von der Bundesrepublik entsandte, und 25 türkische), besteht es im Schuljahr 1967/68 aus insgesamt 62 Lehrkräften (41 deutschen, davon 39 von der Bundesrepublik entsandten, und 21 türkischen). Die Tatsache, daß die Schule ihr Gesamtdeputat verringern konnte, anstatt - wie vordem unerläßlich - für jedes Schuljahr zusätzliche Lehrkräfte anzufordern, gestattete ihr zum einen, Stellen einzusparen, zum anderen, durch Lehrkräfte, die der Schule belassen wurden, den Turnunterricht aufzulockern, notwendige Arbeitsgemeinschaften, vor allem in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern, zu bilden und die ausgegliederte, ständig anwachsende Volksschulabteilung zu unterstützen.

Die Quote der Nichtversetzten erreichte - schmerzlich aber unvermeidbar - im entscheidenden Jahr 1962 die beachtliche Höhe von 26% in den sog. Nichtprüfungsklassen, d. h. mit Ausnahme der durch eigene Prüfungsbestimmungen begünstigteren Klassenstufen 8 und 12 (Abiturklasse). Sie sank bei nunmehr gleichbleibendem Maßstab in den anschließenden Jahren erfreulicherweise auf 23%, 17% und liegt heute bei 14% bis 15%. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung besserte sich die Disziplin. Eine weitere erfreuliche Folge war ein stärkerer Zusammenschluß innerhalb der Schülerschaft, aus der sich teils spontan, teils durch Initiative der Lehrkräfte eine große Zahl freiwilliger Arbeitskreise entwickelte. Im Mittelpunkt standen nach wie vor Chor und Orchester, aber nun wurden auch beim Klang von Davul und Zurna türkische Volkstänze geübt, die Pantomime wurde entdeckt, alttürkisches Volkstheater wiederbelebt. Die Schachfreunde taten sich zusammen, die Basketball-, Volleyball- und Pingpongspieler ebenfalls. Die Briefmarkensammler nahmen zu und errangen Preise. Eine Photo-AG bildete sich, man bastelte Radios, und eine Gruppe "Soziale Hilfe" sorgte für Unterstützung anatolischer Dorfschulen mit Lernmitteln und Kleidungsstücken. In den "Deutschen Diskussionen", zu denen jede der Klassen 8 — 12 ihr Rednerteam stellte, bemühte man sich um sachliche Argumentation und Schlagfertigkeit.

Damals entstand auch die Schülerzeitung. Die Schule unterstützt diese Bestrebungen nach Kräften, um die Schüler auch außerhalb des Unterrichts an sich zu binden. Naturgemäß verschieben sich durch den Wechsel von Schülern und Lehrern die Akzente, und nicht alles, was einmal mit Feuereifer gegründet wurde, bleibt erhalten. Dafür entsteht Neues. Der Freizeitgruppen jüngstes Kind ist eine Beat-Band, die in einem selbstgewünschten Kellerraum hingegeben ihr nächstes Auftreten vorbereitet.

Infolge der Verminderung der Klassenzahl und durch sonstige Umstellungen gewann die Schule dringend benötigten Raum. Wer heute die helle deutsche Schülerbücherei betritt, kann sich nur schwer vorstellen, daß sie einmal in einem engen, finsteren Verschlag untergebracht war, der den Zugang zum Physiktrakt versperrte. Der Verschlag fiel als erstes. Drei Zimmer gegenüber dem Zeichensaal wurden in zwei normale Klassenräume umgewandelt, von denen nun einer neben der für den Musikunterricht bis dahin allein benutzten Aula als Musikraum eingerichtet ist. Ein freiwerdendes Klassenzimmer wurde einem doppelten Zweck zugeführt: Vormittags dient es als Elternsprechzimmer, nachmittags als Lese- und Arbeitsraum für die Oberstufe. Ein anderes Klassenzimmer wurde Arztraum mit getrennten Kojen für Jungen und Mädchen, eine ehemalige Küche Photolabor. Die türkische Schülerbücherei erhielt das frühere Arztzimmer, das Sekretariat des Goethe-Instituts, das seine deutschen Sprachkurse mit einer Zahl von 1200 bis 1300 Teilnehmern pro Semester im Schulgebäude abhält, ein eigenes Verwaltungszimmer. Es dürfte nicht viele Schulgebäude geben, die wie das unsrige von Lernenden jeden Alters bis in die späten Abendstunden hinein genutzt werden. Der zuletzt gewonnene Klassenraum wurde mit Unterstützung des Goethe-Instituts zu gemeinsamer Benutzung in ein Sprachlabor mit 35 Plätzen umgewandelt. Die Kunsterzieher, die ihre an diese äußerste Gelegenheit geknüpften Hoffnungen schon schwinden sahen, wurden mit einem Werkraum entschädigt, der in einem abgetrennten Teil der Hausmeisterwohnung untergebracht ist. Das Hauptraumproblem der Schule - es ist zugleich ein eminent unterrichtliches - hat jedoch der Schulleiter trotz unablässiger Bemühungen seit Amtsantritt bisher nicht zu lösen vermocht: den Ersatz der überalterten, engen und baufälligen Turnhalle durch eine moderne, in allen drei Ausdehnungen erweiterte Turn- und Sporthalle für Jungen und Mädchen. Entsprechende Anträge auf Mittelbewilligung wurden aus Haushaltsgründen wiederholt zurückgestellt. Als nach Aufnahme des Projekts als Leertitel in den Etat die Planung anlief, sollte der Bedarfsplan gekürzt werden, worauf die Schule einen erheblich kostensparenden, eigenen Plan vorlegte. Inzwischen bereitete das türkische Parlament ein neues Schulgesetz vor, und kostbare Zeit verstrich ungenützt. Etwa drei Monate, nachdem dieses unterdessen verabschiedete Gesetz 625 rechtskräftig wurde, bewilligte der Bund im März 1966 die Baukosten, weit über den vorher beanstandeten Voranschlag der Bundesbaudirektion hinaus, in Höhe von DM 930.000,-. Da aber Artikel 20 des neuen Gesetzes ausländischen Schulen in der Türkei die Errichtung neuer Baulichkeiten auch anstelle schon vorhandener ausdrücklich versagt, bleibt vorläufig nur die Hoffnung auf Änderung einer Gesetzesbestimmung, die - in diesem Fall - die körperliche Ertüchtigung einer zu 92,5% aus jungen Türken bestehenden Schülerschaft auf das empfindlichste beschränkt. Es wäre so schön gewesen - und das war das Ziel -, zum hundertjährigen Schuljubiläum oder möglichst schon vorher in eine neue Turnhalle einziehen zu können. Dafür wird nun der Anblick der alten keinem erspart, der die Schule aus welchem Anlaß auch immer mit seinem Besuch beehrt.

Es ist erstaunlich, wie viel trotz der auch durch die engen Schulhöfe eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten im Sportunterricht erreicht wird. Das jedoch verdankt die Schule ausschließlich der natürlichen Sportfreudigkeit ihrer Schüler und dem unermüdlichen Einsatz ihrer Sportlehrer.

Die erwähnte Beschränkung auf drei parallele Vorbereitungsklassen (Eintrittsklasse für türkische Schüler) war eine unumgängliche Maßnahme. Sie war und ist aber wie jeder operative Eingriff auch schmerzlich, denn alljährlich muß die Deutsche Schule etwa 90% der türkischen Volksschulabsolventen, die sich den Aufnahmeprüfungen unterziehen, abweisen. (Die Zahl der Anmeldungen lag in den beiden letzten Jahren bei 1050.) Gewiß sind darunter viele, die ihr Glück bei mehr als einer Schule versuchen, und - wie bei jeder Prüfung — auch solche, die den Grundanforderungen nicht genügen. Dennoch bleibt eine beträchtliche Zahl von Schülern übrig, die an sich gut für unsere Schule geeignet wären, jedoch nicht berücksichtigt werden können - weit mehr, als in einer vierten Vorbereitungsklasse Platz hätten.

Der starke Andrang ist umso bemerkenswerter, als einen türkischen Schüler an unserer Schule, verglichen mit den hiesigen staatlichen Anstalten, eine um zwei Jahre längere Ausbildungszeit erwartet. Hat er die Schule durchlaufen, so hat er allerdings mit seinem auch in der Türkei voll anerkannten Reifezeugnis den Anspruch erworben, ohne Ableistung eines Zusatzjahres (Studienkolleg) und ohne Zulassungsprüfung in jede deutsche Hochschule unmittelbar eintreten zu können.

Dieses Vorrecht ist der Schule nicht in den Schoß gefallen. Nach eingehender Prüfung der Reifeprüfungsleistungen genehmigte die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder im Jahre 1963 auf Antrag die Aufnahme auch der türkischen Prüflinge in die Bewertungsgruppe l, also ihre Gleichstellung mit innerdeutschen Abiturienten. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) trägt dem Ausbildungsergebnis der Schule insofern Rechnung, als er ihre besten türkischen Abiturienten alljährlich mit Studienstipendien belohnt, die bei Bewährung bis zum Abschluß des Hochschulstudiums in der Bundesrepublik verlängert werden. Von 1962 bis 1967 sind aus unserer Schule insgesamt 25 Studienstipendiaten hervorgegangen, die sich alle bewährt haben. Von diesen entfallen 19 auf den DAAD, 4 auf die Stadt Berlin, l auf die Technische Universität Istanbul, l auf die Schweiz. Zum Jubiläumsjahr 1968 hat der DAAD die Zahl der Studienstipendien auf 5 erhöht, wofür auch an dieser Stelle herzlich gedankt sei. Eine andere Vergünstigung für die besten türkischen Schüler der Schule besteht darin, daß der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz seit 1962 acht bis zehn Unterprimaner und Obersekundaner zu einem sechswöchigen Sommeraufenthalt nach Deutschland einlädt. Aus manchem Sechswochengast ist ein späterer Studienstipendiat geworden. Der American Field Service steht kaum nach. Alljährlich erhalten einige tüchtige türkische Schüler der Oberklassen Jahresstipendien zu einem Aufenthalt in den Vereinigten Staaten.

Ein Hauptanliegen der Schule war es, ihren türkischen Abiturienten den Eintritt in die türkischen Hochschulen zu sichern. Das bereitete in Anbetracht der z. T. andersartigen Grundanforderungen (verlangt wurden eingehende Kenntnisse in synthetischer und darstellender Geometrie) und der mangelnden Beherrschung türkischer Fachterminologie mancherlei Kopfzerbrechen. Die gefundene Lösung, der eingehende Beratungen mit namhaften türkischen Professoren der Universität und der Technischen Universität in Istanbul vorausgingen, war die Einrichtung gezielter, zusätzlicher Arbeitsgemeinschaften, deren Leitung in die Hand deutscher Fachlehrer gelegt wurde, die sich mit der türkischen Fachterminologie vertraut machten. Ein Anerkennungsschreiben der Technischen Universität über die für die Absolventen unserer Schule vorteilhaften Aufnahmeergebnisse in den Jahren 1963 und 1964 bestätigte die Richtigkeit des eingeschlagenen Kurses, ebenso die Tatsache, daß bei einem Landeswettbewerb, der 1964 vom türkischen Mathematikerverband veranstaltet wurde, Schüler unserer Schule drei von den ersten fünf Plätzen besetzten.

Dank der intensiven Ausbildung im Fach Englisch steht den türkischen Abiturienten unserer Schule auch der Zugang zu zwei Hochschulen mit englischer Unterrichtssprache, der Technischen Mittelostuniversität in Ankara und der Hochschulabteilung des amerikanischen Robert-College in Istanbul offen. Von dieser Möglichkeit - das Bestehen einer Aufnahmeprüfung ist bei der hohen Zahl der Bewerber stets Voraussetzung — wird ausgiebig Gebrauch gemacht.

So darf die Deutsche Schule, was die an sie von Schülern und Eltern gestellten Erwartungen betrifft, wohl im ganzen ein gutes Gewissen haben. Jedoch ein Ruhekissen ist dies nicht. Eine Schule bewährt sich nur dann, wenn sie sich selber kritisch gegenübersteht und Bisheriges oder Bestehendes zu verbessern trachtet. Zu dem Verbesserungsbedürftigen gehören stets ihr Stoffplan, ihre Methoden und ihre Ausrüstung mit Lehrmitteln.

Im Rahmen der von den türkischen Behörden bewilligten und von den deutschen Behörden gebilligten Richtlinien hat die Schule in Zusammenarbeit aller Kollegen zunächst im Jahre 1962 für sämtliche Fächer einen schuleigenen Lehrplan mit praktischen Anweisungen und Ratschlägen aufgestellt, in dem z. T. schon vorliegende Pläne der vorangegangenen Jahre, mehr oder weniger abgewandelt, aufgingen. Damit sollte zum einen ein Mittel zur Sicherung der an einer Auslandsschule durch den relativ schnellen Lehrerwechsel ständig in Frage gestellten Kontinuität, zum anderen ein fester Ausgangspunkt für weitere Bemühungen gewonnen werden.

Seither hat sich manches gewandelt. Jedes Jahr erbrachte Veränderungen, die, fußend auf den neuen Erfahrungen und Erkenntnissen hier, den Anregungen neuverpflichteter Kollegen und der Sichtung neuerschienener Lehrbücher, in zahlreichen Fachkonferenzen durchgesprochen wurden. Einige Beispiele mögen für viele stehen: Seit zwei Jahren wird ein vollständig neuer Lehrplan für das Zentralfach Deutsch erstellt. Der Lektüreplan wird alljährlich revidiert. Der Mathematikunterricht bezieht, soweit vertretbar und hierzulande möglich, die Mengenlehre ein und verstärkt das Rechnen mit Vektoren. Im Physikunterricht wird entscheidender Wert auf das Experiment gelegt. (In der schriftlichen Reifeprüfung Physik 1967 wurden bei getrennter Aufgabenstellung in allen drei Abiturklassen experimentelle Themen behandelt.)

Als sich der türkische Nationalkongreß für Erziehung und Unterricht im Jahre 1962 für eine Oberstufenreform aussprach, die eine enge Verwandtschaft zur Saarbrückener Rahmenvereinbarung erkennen ließ, erarbeitete die Schule einen an den türkischen und deutschen Absichten orientierten Plan. Da die Beschlüsse des Nationalkongresses nicht durchgeführt wurden, war auch die Schule nicht in der Lage, ihren Plan einzubringen.

Bei der Einführung neuer allgemeiner Versetzungsbestimmungen im Jahre 1964 und gegen Ende des Jahres 1967 zog es die Schule nach reiflicher Erwägung des Für und Wider in ausgedehnten Ausschußsitzungen und Konferenzen vor, die Vorzüge ihrer schuleigenen, vom Erziehungsministerium in Ankara genehmigten Bestimmungen nicht aufzugeben. Es kann dem türkischen Erziehungsministerium nicht genug dafür gedankt werden, daß es der Deutschen Schule wie auch anderen ausländischen Schulen in der Türkei in beiden Fällen durch Sondererlasse ausdrücklich gestattet hat, auch weiterhin nach ihren eigenen Ordnungen zu verfahren.

Der besondere Dank unserer Schule gilt dem Erziehungsministerium in Ankara dafür, daß es durch einen im November 1966 ergangenen Erlaß die rechtliche Voraussetzung dafür geschaffen hat, den Unterricht für deutsche und andere ausländische Schüler alternativ zu regeln, und damit ein seit vielen Jahren anstehendes Problem praktisch zu lösen. Diesem Erlaß nach können Schüler nichttürkischer Staatsangehörigkeit von der Teilnahme am Pflichtunterricht im Fach Türkisch und in den türkischen Kulturfächern entbunden werden, sofern sie sich als Gastschüler betrachten. Bedenkt man, daß zum Unterschied von früher deutsche Kinder heute zumeist nur einige Jahre die Deutsche Schule besuchen, weil ihre Väter als türkische Staatsangestellte oder in privatwirtschaftlichem Auftrag befristet in der Türkei tätig sind, so ergibt sich der vielfache Vorteil der neuen Regelung: Deutsche Kinder können die türkische Sprache erlernen und werden auch von der Schulleitung durch Bildung von Türkischkursen verschiedenen Schwierigkeitsgrades dazu angehalten, sie können aber auch ihre in der Bundesrepublik begonnene und gegebenenfalls später in der Heimat weiterzuführende Ausbildung in Latein oder Französisch ungehindert fortsetzen. Daß sich deutsche Fachleute leichter zur Aufnahme einer Tätigkeit in der Türkei entschließen, weil sie nunmehr der Sorgen der Umschulung ihrer Kinder weitgehend ledig geworden sind, liegt auf der Hand.

Die Schule erstellte für den neueinzurichtenden Gastschülerstatus eingehende Pläne, die bis zum Beginn des Schuljahres 1967/68 von den türkischen und deutschen Behörden geprüft und für gut befunden wurden. Die Neuordnung sieht vor: Wahlmöglichkeit zwischen Türkisch, Latein oder Französisch als 2. Pflichtfremdsprache ab Klasse 7, Sonderunterricht in den Fächern Deutsch und Englisch der unteren Klassen, Verstärkung des Unterrichts im Bereich der Gemeinschaftskunde bzw. der Fächer Geschichte und Erdkunde, die Möglichkeit, Türkisch, Latein oder Französisch als 3. (Wahl-) Sprache zu betreiben bzw. sich bei angestrebtem Realschulanschluß mit der 1. Pflichtfremdsprache Englisch zu begnügen. Bei der Neuordnung wurde darauf geachtet, deutsche und türkische Schüler in allen für beide Schülergruppen gleicherweise verbindlichen Fächern möglichst bald, aber auch möglichst organisch zusammenzuführen und so eine echte Integration, die sowohl türkischen als auch deutschen Anforderungen Rechnung trägt, zu verwirklichen. Wenn nicht alles trügt, so ist dieses seit langem angestrebte Ziel nun erreicht. Frühere Bemühungen der Schule in der gleichen Richtung können, weil überholt, unerwähnt bleiben.

In methodischer Hinsicht führten die Integrationsbestrebungen der Schule u. a. dazu, eigene Lehrbücher zu schaffen, wenn sich der mühsame Weg der Selbsthilfe als der beste erwies. Dies betrifft den Deutschunterricht für Türken in den Unterklassen wie den Türkischunterricht für deutsche Anfänger und erklärt sich aus der Notwendigkeit, daß bei der Vermittlung der beiden völlig verschieden strukturierten Sprachen eigene didaktische Lösungen zu suchen waren. Außer den schon genannten zwei Lehrbüchern der deutschen Sprache erschien 1963 das Buch von H. Eicke, Erzählungen und Gedichte, ausgewählt für deutsche Auslandsschulen. Der 2. Teil des Lehrbuchs von G. Mahler und F. R. Schmitt, Wir lernen Deutsch, erschien Ostern 1968. Ein als Anschlußband gedachter dritter Teil von G. Hofmann ist, vorläufig hektographiert, noch in der Erprobung, ebenso das seit zwei Jahren im Entstehen begriffene Lehrbuch der türkischen Sprache von L. Akdora, G. Dinier und Fr. Ohrtmann, das gegenwärtig im Hinblick auf die durch den Gastschülerstatus bewirkte Neugliederung des Türkischunterrichts für Deutsche umgeschrieben wird. Im Einverständnis mit den Autoren verfährt die Schule dabei stets so, daß das vervielfältigte Lehrbuchmanuskript über zwei oder drei Jahre im Unterricht erprobt wird, bevor es seine endgültige Form erhält. Daß unsere Schule durch eigene Lehrbücher eine zweckmäßige Grundlage für den Deutschunterricht der Unterstufe geschaffen hat, erweist sich auch im Hinblick auf eine neue Aufgabe als vorteilhaft. Es geht darum, für die Arbeit in dem 1967 eingerichteten Sprachlabor Bänder zu erstellen, die auf den schuleigenen Deutschlehrgang abgestimmt sind.

Die Erstellung solcher Bänder ist im Gang. Die Vorarbeiten werden jedoch erst dann volle Früchte tragen, wenn die drei parallelen Vorbereitungsklassen, in deren Stundenplan 21 Wochenstunden für den Deutschunterricht zur Verfügung stehen, als elektronische Klassenzimmer ausgerüstet sind. Wird der Schule dieser Geburtstagswunsch erfüllt, so soll das Goethe-Institut, das sich mit der Einrichtung eines E-Zimmers beteiligen will, die neue Anlage mitbenutzen.

Das Beispiel zeigt, daß Eigenbemühungen, wie wichtig sie auch sind, die Hilfe der Behörden nicht zu ersetzen vermögen, deren sie in Gestalt von Lehrmitteln aller Art laufend bedarf. Der Fürsorge des Auswärtigen Amtes und des Dokumentations- und Auskunftsdienstes der Ständigen Konferenz der Kultusminister hat es die Schule zu danken, daß ihre Lehrmittelausstattung in den letzten Jahren ständig verbessert worden ist. Sie erhielt einen Konzertflügel und ein Orffsches Instrumentarium, eine große Zahl wertvoller Geräte mit Zubehör für ihren Chemie- und Physikunterricht, die Demonstrationsversuchen und dem Schülerexperiment dienen, einen Tageslichtprojektor mit Filmen für die Biologie, Tonbandgeräte, Plattenspieler und Schallplatten für den Musik-, Sprach-und Literaturunterricht, Diaprojektoren und Dias für den Kunst-, Erdkunde- und Geschichtsunterricht, Bücher, Noten Kunstdrucke und - Klassenmobiliar, so daß die Schule nunmehr in allen Klassenräumen über moderne Schülertische und -stühle verfügt. Einen Höhepunkt bildete 1967 die völlige Neueinrichtung der Physikräume, von denen der eine mit ansteigendem Gestühl, der andere, größere mit Experimentiertischen ausgestattet wurde.

Die neue Physikabteilung mit ihren Geräten lockt viele einheimische Fachkollegen an, die für ihre eigene Arbeit Anregungen suchen, und wird als Beispiel für eine fortschrittliche Physikausstattung besonders gern gezeigt. Ob in dem durch verbesserte Lehrmittelvoraussetzungen verbesserten Unterricht und seinen Ergebnissen oder ob bei der Beratung einheimischer Lehrer und Institutionen - es erweist sich stets von neuem, daß eine deutsche Schule im Ausland in ihrer Umwelt auch danach beurteilt wird, wie weit sie hinsichtlich ihrer Ausstattung modernen Ansprüchen gerecht wird. Wenn sie ihre Mittel richtig einzusetzen versteht - und gewiß nur dann, sollte das Beste für sie nicht zu schade sein.

Wird ein solcher Fortschritt bemerkt, so bleibt auch Unterstützung von privater Seite nicht aus. In den letzten Jahren vermittelten der Schule Dipl. Ing. C. Dürkop eine Spende der Firma Siemens in Gestalt einer Lautsprecheranlage für Freilichtveranstaltungen sowie einer Stereoanlage für die Aula, Direktor G. Rexroth als Spende der Firma Hoechst Musikinstrumente und die Erstausstattung des neuen Werkraumes; Kaufmann H. Kabakçý stiftete einen ansehnlichen Geldbetrag für die Schülerbücherei.

Eine deutsche Schule im Ausland hat viele Herren über sich, denen sie Rechenschaft schuldet, nahe und ferne, einheimische und heimatliche. Sie steht in einem engen Geflecht von Abhängigkeiten, muß gegen widrige Wechselwinde aufkreuzen können, ohne ihren Kurs aus den Augen zu verlieren, und sich zuweilen wie Münchhausen an dem eigenen Zopf hochziehen, wenn ihr andere — wenigstens zunächst - kaum raten und helfen können. Goethes Gedicht "Seefahrt" ist für sie von eigener symbolischer Bedeutung. Sie ist der Brennpunkt eines vielschichtigen Geschehens und das Zentrum vieler lernenden und lehrenden Menschen verschiedener Herkunft, verschiedener Sprache, verschiedener Denkweise, verschiedenen Glaubens, verschiedener Interessenrichtung. Ihre innere Geschlossenheit kann sie nur dann erlangen und bewahren, wenn in ihr gilt, was für jedes echte Zusammenleben Grundvoraussetzung ist: das freimütige Wort und die offene Tür, das sachliche Argument und die freundschaftliche Aussprache, die Abneigung gegen Vorurteile und die Aufgeschlossenheit gegenüber Sprache, Sitte, Kulturvergangenheit und -gegenwart des anderen, das Bewußtsein persönlicher und allgemeiner Verantwortung, aber auch - neben einer guten Portion Freude am Lachen und Leben - der Zweifel daran, ob man das seinige auch tatsächlich richtig macht. Auf diesem Einverständnis, das sich lieber manifestiert, als in Worten ausspricht, beruht das gute Klima eines Kollegiums, auch des unsrigen, und, wenn man das große Wort auch scheuen sollte, der Geist der Schule. Möge beides erhalten bleiben!

Mein Bericht ist zu Ende. Wenn in ihm von der letzten Zeitspanne ausgiebiger die Rede war als von den oft wichtigeren der Vergangenheit, so lediglich deshalb, weil die Gegenwart oder die Fast-Noch-Gegenwort nun einmal den Vordergrund besetzt hält, aus keinem anderen Grunde. Daß es noch vieles, vieles zu verbessern gilt, ist mir nur allzusehr bewußt.

Ich kann aber nicht schließen, ohne an dieser Jahrhundertwende vielfachen Dank auszusprechen: meinen Vorgängern, ohne die die Deutsche Schule von heute nicht zu denken ist, dem Kollegium, dem gegenwärtigen und allen Kollegen, die ihm je angehört haben - viele Kollegen der letzten Jahre sind im Geiste oder zu Besuch oft unter uns -, meinen engeren türkischen und deutschen Mitarbeitern der letzten Jahre, nämlich den türkischen Subdirektoren Mesut Talaslýoðlu, Osman Güney und Adnan Tolun, meinen Stellvertretern Odilo Hillenhinrichs und Jürgen Fittschen, den Schülern und ihren Eltern für das Vertrauen, das sie in unsere Schule setzten, ihren ehemaligen Schülern, vor allem denen, die sich 1966 erneut in dem großgewordenen Verein ehemaliger Schüler zusammengeschlossen haben, den stets ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Schulvorstandes, ihren gegenwärtigen Vorsitzenden Günther Rexroth und Elisabeth Naumann und ihren Vorgängern, der Unterrichtsbehörde Istanbul und dem Generalkonsulat, dem Erziehungsministerium in Ankara, dem Auswärtigen Amt, der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder und den vielen amtlichen wie privaten Helfern und Förderern der Schule im deutschen und türkischen Bereich, die ich um Verständnis bitte, wenn ich sie nicht einzeln nenne.

Zugleich mit dem Dank, dessen lakonische Kürze die Herzlichkeit nicht beeinträchtigen möge, mit der er gemeint ist, spreche ich die Hoffnung aus, daß alle, die sich des Wirkungsfeldes der Deutschen Schule Istanbul bisher fürsorglich tätig angenommen haben, Menschen und Behörden aus beiden Ländern, dieser Schule auch weiter helfend zur Seite stehen mögen, wenn sie nun die Schwelle ihrer hundert Jahre überschreitet. Ich glaube, sie verdient es.

Heinz Anstock

Festschrift zum 100jährigen Bestehen der Deutschen Schule Ýstanbul 1868-1968 (Seiten 26 - 33)

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