Mehr Steuergeld für radikale Türken

Mittes Bürgermeister Hanke will rechten Türkenverein auch in Zukunft fördern

Mitte - Für Berlins Verfassungsschützer ist der ATB, der europäische Verband der türkischen Kulturvereine, "extrem nationalistisch". Für Mittes Bürgermeister Christian Hanke dagegen gibt’s im ATB-Kulturverein Lindower Straße nur nette Leute, die er weiter kräftig fördern will.

So jedenfalls gab es Hanke dem Integrations-Ausschuss mit auf den Weg, nachdem dieser im Kulturverein "Nizami Alem Ülkü Ocagi / Eyüp Sultan Camii" getagt hatte. Hauptthema: Die aufgedeckten Beziehungen des Vereins zum ATB, Europa-Organisation der ultra-nationalistischen Partei BBP.

Für Hanke kein Problem: "Für uns geht es hier nicht um politische oder religiöse Bewertungen." Wichtiger seien die "Integrationsprojekte" des Vereins (Computerraum, Berufsorientierung durch Eltern), die seien in Ordnung. Natürlich schil derte auch Vereinspräsident Mustafa Inan seine Organisation als Hort der Toleranz.

Experten glauben dagegen, der ATB will über die Vereine vor allem Jugendliche für eine streng nationalistische, islamische Erziehung rekrutieren. Sie sollen das Credo der BBP weiter verbreiten: Hass auf Juden, Homosexuelle, Kurden, Armenier und alle, die es wagen, die Türkei zu kritisieren.

Doch Hanke ficht das nicht an: Selbst, als sich Mustafa Inan mit dem Satz "Israel ist ein faschistischer Staat" verriet, hielt er an der Förderung fest. Frank Bertermann (Grüne): "So blauäugig darf man damit nicht umgehen." Hagen Streb (CDU): "Das wird ein Nachspiel haben."

© SN - Berliner Kurier, 29.05.2009


Meine Meinung

Blind auf dem rechten Auge?

Mitte-Bürgermeister Christian Hanke hatte bestimmt Gutes im Sinn: Integration zu fördern, ist im Bezirk mit dem höchsten

Ausländeranteil Berlins sicherlich klug. Dumm ist es nur, wenn man sich dafür den falschen Partner sucht: Eine Organisation, der die rechtsextremen Grauen Wölfe noch viel zu zahm sind. Und geradezu fahrlässig wird es, wenn Hanke diesen Schritt auch noch mit den falschen Argumenten stützt: Durch solche "Kooperationsangebote" will er integrations- und dialogfördernde Kräfte in den Vereinen fördern – egal, wie fragwürdig sie auch sind. Das Ergebnis solcher Politik und der damit verbundenen Gelder: Der Internet-Auftritt des türkischen Kulturvereins Lindower Straße, mit Computern aus Steuergeldern gefördert, dient vor allem der Heroisierung ihrer Idole, Attentäter auf Linksintellektuelle. Hanke ist sicher kein Fascho-Freund. Doch mit derselben Argumentation, mit der er rechtsextreme Türken pampert, könnte man auch Spielenachmittage der NPD finanzieren.

© Olaf Sonnenberg - Berliner Kurier, 29.05.2009

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